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Cat-Content geht immer

Cat-Content geht immer

Katzen, wohin das Auge schaut… Auf ihren Samtpfötchen haben sie sich leise ins Internet geschlichen und beherrschen heute Facebook, Instagram & Co. Raffiniert umschmeicheln sie nicht nur in Werbespots für Katzenfutter ihre ganz persönlichen Büchsenöffner (auch Katzenbesitzer genannt). Ihr unergründlicher Blick, ihre eleganten und zugleich kraftvollen Bewegungen und ihre einzigartig eigensinnige Wesensart machen Katzen zu absoluten Lieblingen im Internet.

Cat-Content geht immer. Das ist nichts Neues und bei mehreren Studien zum Thema kam man bereits zu dem Ergebnis, dass uns allein schon das Sehen von Katzen-Videos guttut. Aus den Ergebnissen einer groß angelegten Untersuchung mit ca. 7000 Testpersonen schlussfolgerten Wissenschaftler der Indiana University: Probanden, die vorher Katzenvideos gesehen hatten, fühlten sich danach weniger gestresst, weniger genervt oder traurig und viel besser gelaunt und mit mehr Energie als die Probanden, denen man vorher keine oder Videos mit anderen Inhalten gezeigt hatte. Vielleicht ist das Teil der Erklärung, warum wir Katzen so sehr ins Herz geschlossen haben. Jeder, der seine Wohnung mit einem oder mehreren Stubentigern teilt, weiß, wie entspannend das Streicheln einer Katze ist und wie wohl es tut, sie schnurren zu hören.

So ist es auch ganz und gar nicht verwunderlich, dass es neben dem Internationalen Katzentag, der am 8. August auf der ganzen Welt begangen wird, noch eine ganze Reihe von kuriosen Katzen-Feiertagen gibt. Einer davon kommt aus Japan, einem Land, das für seine Katzenverehrung bekannt ist. Am 22. Februar feiert man in Japan den Neko no hi, den Katzentag, der auch Nyan Nyan Nyan no hi genannt wird, was ein bisschen wie miau, miau, miau klingt… Auch Deutschland zählt zu den Ländern, in denen Katzen heute eindeutig das Rennen um das liebste Haustier für sich entscheiden. Die Deutschen lieben Katzen.

Und so verwundert es doch ein wenig, dass Katzen in der deutschen Sprache nicht eben gut wegkommen. Es gibt in unserer Sprache Cat-Content ohne Ende. Wenn man einmal Sprichwörter und Redewendungen, die sich auf Katzen beziehen, in einer Liste zusammenfasst, wird man allerdings erstaunt sein, dass die meisten davon eher negativ belegt sind. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass Katzen in vergangenen Jahrhunderten mit dem Bösen in Verbindung gebracht wurden, und es bis heute Menschen gibt, die eine unerklärliche Angst vor Katzen haben. Obwohl es rational betrachtet Unfug ist, verbinden manche Leute auch bis heute noch gerade schwarze Katzen mit Pech und Unglück.

Bei Nacht sind alle Katzen grau… es ist also egal, was oder wie man es macht. Die Katze lässt das Mausen nicht… einmal schlecht, immer schlecht. Das war total für die Katz… das war umsonst, die ganze Arbeit für nichts. Wenn man am Katzentisch zu sitzen kommt, ist das nicht unbedingt eine angenehme Erfahrung. Sogenannte Katzentische in Restaurants sind Tische, an denen niemand gern sitzen möchte, direkt an der Eingangstür, neben den Toiletten oder mit Blick in die Küche und mit im Minutentakt vorbeisegelnden Kellner*innen. Am Katzentisch werden also Leute platziert, auf deren Anwesenheit man keinen gesteigerten Wert legt, Leute, die man getrost ein bisschen übersehen darf.

Auch der Kater und der Muskelkater sind keine erstrebenswerten Erfahrungen. Wenn man einen Kater hat, gab’s am Tag vorher zu viel Alkohol und auch ein sogenanntes Katerfrühstück (mit Fisch!!!) gegen die Nachwirkungen des Alkohols ist wirklich keine Entschädigung für das Leiden. Und auch ein Muskelkater ist ziemlich schmerzhaft. Es wird angenommen, dass das Wort Kater hier von der Eindeutschung des Wortes Katarrh (eine Entzündung, die mit Schmerz verbunden ist) herrührt.

Wenn wir die Katze aus dem Sack lassen, reden wir Klartext ohne Rücksicht und wenn wir nicht die Katze im Sack kaufen wollen, sind wir misstrauisch. Auch die Redewendungen das ist nur ein Katzensprung, das ist Katz wie Miez, wie die Katze um den heißen Brei herumschleichen oder auch die berühmte Katzenwäsche, bei der man mit wenig Wasser auskommt, können kaum als Beleg für die Katzenliebe der Deutschen herhalten. Allein in dem Sprichwort Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. kommt doch wenigstens so etwas wie Bewunderung für die Katze zum Ausdruck und vielleicht ist es auch ein bisschen Neid, wenn man von den sieben Leben einer Katze spricht, und sich damit auf ihre unglaubliche Fähigkeit bezieht, immer auf den Füßen zu landen.

Wie auch immer, wer für den 22. Februar noch etwas schreiben muss, kann sich hier vielleicht eine kleine Anregung holen. Cat-Content geht immer. Und ansonsten vergesst nicht: Hunde haben Besitzer, Katzen haben Personal :)

Ina Kropeit

Written by vendor