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Grün ist Balsam für die Seele

Grün ist Balsam für die Seele

Irgendwann zwischen Januar und Februar kommt in jedem Winter so ein Moment, in dem die Sehnsucht nach Sonne, Licht, Wärme und Grün einfach so groß wird, dass man als Nordeuropäer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, in ein weiter südlich gelegenes Land auszuwandern. Oder man bucht wenigstens eine kleine Auszeit in einem Land mit garantiert hoher Sonnenscheindauer, blauem Himmel und viel Grün.

Für all diejenigen, die sich jetzt keinen Urlaub erlauben können, lässt sich diese Sehnsucht nach dem Frühling vielleicht auch auf andere Art ein wenig lindern. Kräuter im Blumentopf auf der Fensterbank mögen auf den ersten Blick als eine zu simple Idee erscheinen. Natürlich ersetzen sie keinen Urlaub am sonnigen Mittelmeerstrand, aber sie bieten überraschenderweise gleich mehrere Vorteile.

Die Farbe Grün tut unserem Auge gut und trägt zu unserem Wohlbefinden bei. Dabei handelt es sich nicht nur um Erfahrungen, die vielleicht jeder von uns schon einmal irgendwie selbst gemacht hat. Die entspannende Wirkung des Grüns ist wissenschaftlich bewiesen. Forscher haben mit Untersuchungen herausgefunden, dass allein das bloße Sehen grüner Farbtöne für körperliche und geistige Entspannung sorgt, die Konzentrationsfähigkeit steigert und die Stimmung hebt. Wer also im Homeoffice arbeitet und den lieben langen Tag lang auf den Bildschirm starren muss, setzt sich am Besten gleich mit dem Laptop ans Fenster neben die Kräuter im Topf. So kommt er gleichzeitig noch in den Genuss des angenehm aromatischen Duftes, den die Pflanzen verströmen.

Auch die tägliche Pflege, die sich auf sparsames Gießen und das Entfernen trockener Blätter, falls erforderlich, reduziert, ist eher Meditation als Arbeit. Empfehlen würde ich für eine Kräuter-Fensterbank zu Hause vier Kräuter- bzw. Salatpflanzen, die neben Duft und grüner Ästhetik auch im Hinblick auf gesunde Ernährung und Wohlgeschmack nahezu unschlagbar sind.

Die Brunnenkresse oder auch Wasserkresse stammt ursprünglich aus Europa und hat einen interessant frischen und leicht scharfen Geschmack. Sie enthält Vitamine A, B1, B2, C und E sowie Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor, Jod und Calcium und eignet sich sehr gut für Salate aller Art und zum Garnieren von Sandwiches.

Keinesfalls fehlen darf Petersilie, eine Heil- und Kulturpflanze, die vermutlich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt. Sie gehört heutzutage zur Küche wie Löffel und Topf und wird roh, gegart oder getrocknet für die verschiedensten Gerichte verwendet.

Die im deutschsprachigen Raum auch aus Rauke bekannte und schon fast vergessene Salatpflanze Rucola hatte unter ihrem italienischen Namen ihr Comeback. Der hohe Gehalt an Senfölen gibt ihr einen aromatischen, nussigen und etwas bitteren Geschmack. Gerade dieser besondere Geschmack macht Rucola so interessant für raffinierte Salate oder zum Aufpeppen von Pastagerichten.

Unter vielen Namen bekannt, wie Rapunzel oder auch Mäuseöhrchensalat, gehört der Feldsalat zu den Baldriangewächsen und ist ebenfalls fester Bestandteil gesunder Ernährung. Er lässt sich neben Tomate und Gurke auch mit Käse, Obst oder Nüssen hervorragend kombinieren. Alles zusammen ist reinste Nervennahrung und sorgt auch noch von innen heraus für Wohlbefinden. Das Grün der Kräuter auf der Fensterbank gegen den Winter-Blues – so lässt sich die Zeit bis zum Frühlingsbeginn besser überstehen.

Ina Kropeit

 

Written by vendor