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Die guten Vorsätze zum Neuen Jahr

Die guten Vorsätze zum Neuen Jahr

Nach all dem Trubel zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, nach zu vielem Essen und nach all der Aufregung um Geschenke, Besuche und Party ist uns der ruhige Monat Januar geradezu Willkommen. Man zählt die Kilo, die man über Weihnachten zugenommen hat, und macht einen Plan, wie man sie am schnellsten wieder los wird. Das Geld ist nach den Feiertagen eher knapp und der erste Monat im neuen Jahr erscheint uns unendlich lang bis zum nächsten Zahltag. Aber selbst das nehmen wir jetzt mit Humor, denn wir haben uns ja sowieso vorgenommen abzunehmen und wir wollen uns im neuen Jahr auch nicht mehr ständig über Dinge aufregen, die wir eh nicht ändern können.

Zu den guten Vorsätzen der Silvesternacht, denen bekanntlich meist nur eine kurze Lebensdauer beschieden ist, gehört auch das Erledigen einiger Dinge, die man im vergangenen Jahr immer wieder vor sich hergeschoben hat. Man sollte sie umgehend tun, da es sonst wieder nur bei Absichtserklärungen bleibt. Man schreibt also den längst fälligen Brief (!) an Tante Hilde, sortiert endlich die Fotos vom letzten Urlaub und meldet sich jetzt aber wirklich und ernsthaft im Fitnesscenter an. Spätestens Anfang März gehen zwar zwei Drittel der im Januar neu angemeldeten Leute erfahrungsgemäß nicht mehr hin, aber egal, der gute Wille zumindest war da.

Und weil von jetzt ab alles ganz anders wird, versucht man auch, zum wiederholten Male mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Alkohol zu trinken und überhaupt viel gesünder zu leben. Im Internet und in Zeitschriften wird nach Rezepten für gesunde Ernährung gesucht und man nimmt sich vor, von jetzt ab wirklich den Müll perfekt getrennt zu entsorgen, auch wenn die nächsten Sammelcontainer für Papier, Glas und Plastik drei Straßen weiter stehen. Eigentlich muss man ja auch nicht das Auto nehmen, wenn man nur an der nächsten Ecke Brot holen will. Man muss auch keine doppelt und dreifach in Plastikfolie eingeschweißten Lebensmittel im Supermarkt kaufen und man kann genauso gut das eine oder andere Produkt in den Geschäften seiner Heimatstadt erstehen, ohne den Onlinehandel zu bemühen, dessen Verpackungsmaterial die bereits existierenden Müllberge explodieren lässt.

Vielleicht erscheint es nicht viel, was jeder Einzelne von uns tun kann, aber ein verändertes Kaufverhalten vieler Konsumenten kann durchaus Druck auf Hersteller ausüben und damit Veränderungen bewirken. Am Ende bleiben es immer unsere eigenen Entscheidungen, die wir Tag für Tag neu treffen müssen. Ein bisschen mehr Nachhaltigkeit in der eigenen Lebenseinstellung tut nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst gut. Es kommt unserer körperlichen Verfassung zugute und erzeugt nicht zuletzt ein gutes Gewissen, das bekanntlich nicht nur ein sanftes Ruhekissen ist, sondern sich ebenfalls nachhaltig positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. So gesehen ist mehr Nachhaltigkeit in unserer Lebensweise als guter Vorsatz für das neue Jahr ein Vorsatz, den man wirklich ein ganzes Jahr lang beibehalten kann, der vielfältigste Ansatzpunkte bietet und der vor allem für uns direkt spürbar wird. Gestalten wir das Jahr 2019 doch einfach ein wenig nachhaltiger!

 

Ina Kropeit

Written by editor