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Schenken mit Herz und Verstand

Schenken mit Herz und Verstand

Es glitzert und funkelt wieder in den Schaufenstern und Auslagen der Geschäfte. Damit wir ja nicht vergessen, dass in anderthalb Monaten Weihnachten ist, und wir rechtzeitig in Kauflaune kommen, haben die Vorbereitungen für die umsatzstärkste Zeit im Handel schon längst begonnen. Denn zu Weihnachten gibt es Geschenke und das nicht erst, seitdem das Weihnachtsfest zum Weihnachtsgeschäft mutiert ist. Geschenke zu Weihnachten sind eigentlich ein Dankeschön für die Menschen, mit denen man das Jahr verbracht hat, und ein Zeichen dafür, dass man gerade diese Menschen besonders schätzt. Man kann die Tradition des Schenkens ablehnen, weil dieser ursprüngliche Gedanke immer mehr in Vergessenheit zu geraten scheint, und sich das Schenken zu Weihnachten auf eine Art Warenaustausch mit Umtauschgarantie nach den Feiertagen reduziert. Man kann auch einfach das machen, was uns Fernsehen und Werbung suggerieren, nämlich durch die Geschäfte ziehen und so ziemlich wahllos alles Mögliche kaufen, bis die Geldkarte glüht. Hauptsache bunt (mit möglichst viel Verpackung drumherum, das ist gut für die Umwelt), groß (es soll ja Eindruck schinden) und viel (am besten ganz viel und ganz teuer).

Oder man kann auch Geschenke selbst machen und mit ihnen Familie und Freunde überraschen. Ideen gibt es reichlich und man braucht dafür kein großer Künstler zu sein. Geschenke müssen auch nicht immer materieller Art sein – eine Einladung zu einem ganz besonderen Abendessen oder zu einem Theaterbesuch, ein Gutschein für den Besuch eines Wellness-Centers oder ein Erlebnisangebot im Freizeitbereich. Gemeinsam etwas unternehmen, einfach nur die so kostbare und oft so rare Zeit für den anderen finden…

Wie sich am Ende jeder entscheidet, ist allein ihm überlassen. Ich persönlich finde die Tradition des Schenkens sehr schön. Ich freue mich über ein Geschenk, bei dem ich sehen kann, dass sich der andere Gedanken darüber gemacht hat, womit er mir eine Freude machen kann. Und genauso gern mache ich Geschenke, nicht, weil Weihnachten ist und man eben irgendetwas schenken muss, sondern weil es mir Freude bereitet, das richtige Geschenk zu finden und dann zu sehen, dass der Beschenkte meine Freude teilt.

Und um noch mehr Menschen an unserer Freude teilhaben zu lassen, hier noch ein Vorschlag bei der Suche nach Geschenken. Warum kaufen wir dieses Jahr die Geschenke nicht mal bei den “Kleinen”? Wir alle sehen täglich die kleinen Geschäfte in den Straßen unserer Städte, die um ihr Überleben gegen die gnadenlose Konkurrenz der “Großen” kämpfen. Wir alle haben Freunde, Kollegen, Nachbarn und Bekannte, die wunderschöne, oft einzigartige Dinge fertigen und zu fairen Preisen verkaufen. Und wir alle wissen, wie schwer es für Selbständige und kleine Unternehmen ist, in diesen schweren Zeiten zu bestehen. Wenn wir dieses Jahr bei ihnen kaufen, schenken wir doppelt und dreifach! Wir machen unseren Lieben eine Freude, helfen gleichzeitig den “Kleinen” und machen auf diese Art für mehr Menschen das Weihnachtsfest ein bisschen schöner.

 

Ina Kropeit

Written by vendor