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Zeitdiebe

Zeitdiebe

“Zeit ist Geld.” Man kann über diese Aussage diskutieren, und ganz ohne jeden Zweifel hat jeder seine eigenen Vorstellungen darüber, was gewonnene oder verlorene, gut genutzte oder verschwendete Zeit ist. In einem, denke ich, sind wir uns jedoch einig, keiner von uns mag es, wenn wir durch das Verhalten anderer unsere kostbare Zeit verlieren. Dabei sind wir manchmal, ganz sicher ohne jede Absicht, selbst die Zeitdiebe.

Ein Kunde oder Geschäftspartner, der sich durch eine ellenlange oder zu allem Überfluss vielleicht noch schlecht übersetzte E-mail kämpfen muss, und viel Zeit damit verliert herauszufinden, was der Absender eigentlich von ihm will, wird ungehalten sein und das zu Recht. Man stiehlt ihm seine wertvolle Zeit. Völlig unnötigerweise, denn mit fünf einfachen Richtlinien lässt sich die geschäftliche Korrespondenz zwischen Geschäftspartnern oder zwischen Unternehmen und Kunden um ein Vielfaches verbessern.

Diese fünf Richtlinien sind:

> eine klar formulierte Betreffzeile (z.B. Monatsbericht Juni, Ihre Anfrage vom 15.06.18 usw.)

> eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt der Nachricht in der ersten Zeile (Damit helfen wir dem Empfänger, sich schnell mit der Angelegenheit zurechtzufinden, ohne dass er erst Informationen in seinen eigenen Unterlagen suchen muss.)

> unmissverständlich darlegen, was vom Empfänger erwartet wird (einen Termin bestätigen, Unterlagen schicken usw.) oder Fragen zur Angelegenheit beantworten

> präziser, knapper Schreibstil und höchstens 5 Sätze (Die Sätze sollte man kurz halten und unnötige Formulierungen weglassen.)

> ein je nach Empfänger persönlich gehaltener Satz am Ende mit Grüßen und zum Verabschieden (Ganz wichtig! Mit diesem Satz pflegen wir eine gute Verbindung zum Geschäftspartner oder Kunden und gleichzeitig unser Image.)

Es ist eine Binsenweisheit, dass die Korrespondenz und generell die Kommunikation mit Kunden (speziell auch in den sozialen Netzwerken) idealerweise in ihrer jeweiligen Muttersprache erfolgen sollte. Nicht nur, weil sich der Kunde auf diese Art gut betreut und im wahrsten Sinne des Wortes verstanden fühlt, sondern auch, weil eine ganz individuelle Kundenbetreuung auf diese Art einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern darstellt. Den Kunden in seiner eigenen Sprache zu betreuen, ist dabei weder gleichbedeutend mit unnötigen Kosten für einen qualifizierten Übersetzer noch mit verlorener Zeit. Es ist vielmehr eine gute Investition zur langfristigen Kundenbindung und zur Gewinnung von Neukunden.

Autorin: Ina Kropeit

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