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Kunst und Emotionen

Kunst und Emotionen

Ein Lied, ein Buch

 

Jeder kennt das … ein Lied ertönt aus dem Radio, aus den Lautsprechern des Laptops oder auch aus dem Smartphone und bereits nach den ersten drei, vier Takten sind wir ergriffen. Sei es die Melodie, die Stimme, der Text oder der Rhythmus – irgendetwas scheint da zu sein, das gerade mit uns, unserer Stimmung, unserem Empfinden im Einklang steht. Der Klang schwingt mit unserem Herzen mit, die Worte greifen unsere Gedanken auf und die Musik bringt sie zu uns zurück. Wir fühlen alles und nichts und lassen uns treiben. Das vermag die Musik uns zu schenken. Und dabei ist es völlig nebensächlich, welche Art von Musik es ist. Ob die zutiefst verehrte klassische Musik, Modern, Pop, Rock, Jazz, Zwölftonmusik, Hip Hop, Soul oder Blues … Hauptsache, es berührt.
So erging es mir heute morgen, als ein Freund an mich gedacht hat und mir via E-Mail einen Link geschickt hat, dessen Musik bereits kurz nach dem Öffnen mein Herz gefunden hat. Denn die Musik – Piano mit Orchester – drückte wunderbar stimmig und einfühlsam das aus, was ich noch gänzlich ungenau wahrnahm, dann aber in aller Deutlichkeit spüren konnte. Ein schönes Gefühl.

Und auch erging es mir so, als ich ein kleines, grünes Buch des Oetinger-Verlages aufschlug und nochmals die Rede von Astrid Lindgren anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels von 1978 lesen durfte. Ihr Titel ist „Niemals Gewalt!“. Da traf mich jeder Satz und ich bewege diese wunderbare Rede seitdem in meinem Kopf. Es geht um Frieden und es geht natürlich um die Kinder. Und es geht darum, dass über den Frieden sprechen heißt, über etwas zu sprechen, das es nicht gibt und was wir tun können, damit unsere Kinder einfühlsame Menschen werden.
Ein Musikstück und ein kleinen Buch.
Wozu Kunst, Literatur und Musik fähig sind! Das vergessen wir viel zu häufig. Den Link meines Freundes und das kleine grüne Büchlein würde ich gerne den Staats- und Regierungschefs dieser Welt schicken. Vielleicht trifft es auch sie im richtigen Moment und bewirken Gutes?

Christine Wolter

Written by norak