twitterfacebookgooglexinglinkedin

Smartphone & Co. – Part II

Smartphone & Co. – Part II

Hartes Brot für die Mädchen

In Anknüpfung an meinen Blog von vergangener Woche geht es heute ein weiteres Mal um die verheerenden Folgen ungesunder Smartphone-Benutzung. Laut einem Artikel vom Juli diesen Jahres stehen die Mädchen vor der traurigen Situation, dass die Jungs von heute einfach nicht mehr flirten können. Denn wer in der Öffentlichkeit des Anderen Blickes sucht, findet ihn nicht mehr. Smartphone-Benutzer werden blind für den Nächsten. Das ist die harte Realität, besonders für diejenigen, die den Blick des anderen suchen – aus welchem Grund auch immer. Wer den Blick noch riskiert, findet sich schnell allein, wer seine Seele spiegeln möchte, wird enttäuscht, denn er benötigt dazu ein anderes Augenpaar. Das Smartphone sieht uns nicht, Selfies sind kalt und leer und oftmals digital bearbeitet, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Wer sich tagtäglich durch Städte bewegt, sieht seine Mitmenschen spielen, schreiben, lesen und lernen und es ist, als hätte es den Augen bei all dem Gewische und Getippe die Sprache verschlagen. Denn Augen kommunizieren, vor allem die Seele. Es gab müde Augen, drohende Augen, freundliche Augen und wache Augen. Auch die flirtenden Augen werden vermisst. Sie alle starren auf das Smartphone und verlieren dabei ihren Inhalt. Nun entblöße ich mich mit meiner Trauer und zeige mich zu einer Spezies zugehörig, die hoffnungslos aus der Zeit gefallen scheint. Das ist okay. Mein Jahrgang darf das. Aber wie kommt es dann, dass Mädchen um die 16 auf facebook und snapchat um die Wette klagen, es gäbe keine romantischen Kerle mehr? Niemand wisse mehr, wie das geht: Sich langsam näherkommen, Blicke austauschen, ein Lächeln, die erste Berührung, bis man endlich zusammen tanzt. Online seien die Jungs Maulhelden und Verführer, im direkten Kontakt  – Entschuldigung – die totalen Loser. Findet sich hier ein hoffnungsvoller Ansatz auf bessere Zeiten?
Jungs! Legt das Smartphone weg! Es könnte der Anfang einer großen Liebe sein!

Christine Wolter

Written by norak